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Reinigungsvertrag Muster österreich

Die großen Tarifrunden finden im Herbst statt. Traditionell startet die musterbildende metallverarbeitende Industrie im Oktober in die Herbstverhandlungsrunde. Seit einigen Jahren werden im Frühjahr auch immer mehr Tarifverträge ausgehandelt, beispielsweise in der Elektronik-, Chemie-, Textil- und Papierindustrie. Darüber hinaus werden zwischen den Frühjahrs- und Herbstrunden weitere sektorale Tarifverträge ausgehandelt, die zu ganzjährigen Verhandlungen führen. Die Tarifverhandlungen in Österreich sind in der gesamten Wirtschaft stark koordiniert. Denn es herrscht eine Praxis der “Musterverhandlungen”, bei der die metallverarbeitende Industrie als erster großer Sektor, der Lohnverhandlungen im jährlichen Verhandlungsprozess führt, eine führende Rolle einnimmt. Die Ergebnisse haben eine erhebliche Signalwirkung für andere Sektoren und werden als Vorbild genommen. In der Praxis stellen sie jedoch aufgrund der relativen Stärke der Metallarbeitergewerkschaften oft eine der höchsten Tarifabschlüsse im Vergleich zu anderen Sektoren. Trotz dieser hohen Tarifkoordinierung ist Österreichs Tarifverhandlungssystem nicht durch eine zentralisierte Lohnfestsetzung gekennzeichnet. Laut dem letzten halbjährlich erscheinenden Gesamteinkommensbericht des Österreichischen Rechnungshofs (Rechnungshof), der Ende 2018 veröffentlicht wurde, verdienten Frauen in Österreich 2017 durchschnittlich 37 % weniger als Männer (nicht um die Arbeitszeit bereinigt).

Unter den festangestellten Vollzeitbeschäftigten beträgt das geschlechtsspezifische Lohngefälle immer noch 16 %. Die Lohnungleichheit ist bei Denbeschäftigten mit Vollzeitbeschäftigten am höchsten (32%) und Arbeiter (28 %), aber praktisch nicht vorhanden unter den Beschäftigten des öffentlichen Sektors: 6 % niedrigere Bezahlung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst und 4 % höhere Löhne für weibliche Laufbahnbedienstete. Einer der wichtigsten Mechanismen zur Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles ist die Erhöhung der branchenspezifischen Mindestlöhne (Hermann, 2009). In der Regel haben alle Arbeitnehmer Anspruch auf eine ununterbrochene wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden, die den Sonntag umfassen muss (in diesem Fall wird dies als “Wochenendruhezeit” bezeichnet). Ausnahmen von der Wochenendruhezeit sind jedoch in der ARG geregelt (Nr. 10 bis 22). Beispielsweise können Mitarbeiter in Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten, Pflege- und Pflegetätigkeiten oder Aufsichts- und Sicherheitsaufgaben eingesetzt werden. Darüber hinaus können durch Ministerialerlass folgende Arten von Arbeiten von der Sonntagsarbeit ausgenommen werden: Arbeiten, die zur Deckung wesentlicher Bedürfnisse oder zur Verwaltung von Transport- und Kommunikationsmitteln erforderlich sind, einen kontinuierlichen Betrieb aus technischen Gründen erfordern, können nicht aufgrund der Gefahr einer Verschlechterung der Rohstoffe oder der Notwendigkeit, freizeit-, freizeit- oder tourismusgerecht zu werden, verschoben werden.